Warum Handelssysteme: Gibt es nicht schon mehr als genug Assetklassen?
Mechanische Handelssysteme gelten weithin als hochspekulatives Anlageinstrument, Totalverlust nicht ausgeschlossen. Auf der anderen Seite gibt es jene Autoren welche sich in ihren Büchern damit brüsten dass sie mit nur einem Kontrakt zum "instant Millionaire" wurden.
Dieser Artikel soll nun zeigen was in der Realität von einem Systembasket erwartet werden kann, welche Risken man auf sich nimmt und welche Renditechancen dem gegenüberstehen.
Betrachten wir zunächst den ersten Chart. Die linke Skala zeigt die Performance des bereits vorgestellten Systembaskets. Die rechte Skala zeigt die täglichen P&L Schankungen des Basktes.
Die waagrechte blaue Linie beschreibt die doppelte Standardabweichung der negativen Ausschläge. Sie gibt also jene Schwelle an, innerhalb derer 98% aller negativen Tage liegen. So kann man grob abschätzen welches tägliche Risoko man mit einem solchen Basket eingeht.
Hält man sich nur an die erste Regel des Moneymangements und riskiert nicht viel mehr als 1% seines Vermögens pro Tag ergibt sich aus dem obigen Chart dass man mit diesem Basket etwa 1.000.000 € verwalten sollte.
Welche Rendite kann nun bei der Verwaltung von 1.000.000 € duch diesen Systembasket erwartet werden, welche Verluste werden riskiert?
Dieser Chart zeit auf der linken Skala wieder die Equityentwicklung des Systembaskets, und auf der rechten Skala die Rendite auf 1.000.000 € innerhalb eines Jahres. Dadurch wird auch ersichtlich dass man bei diesem Basket einen mehr als einjährigen Anlagehorizont benötigt hätte um auf jeden Fall eine positive Rendite zu erzielen. Dann kann aber von etwa 10% pro Jahr ausgegangen werden. Bei Anlage des nicht für die Margin benötigten Kapitals verbessert sich die Rendite nochmals um 2-3%.
Doch auch wenn der obige Chart so aussieht als ob man fast Nichts verlieren könnte ist dies nicht die ganze Wahrheit. Zur Abschätzung des zu erwartenden Risikos kann man den max. Drawdown des Baskets heranziehen.
Anhand dieses Charts erkennt man dass man beim schlechtmöglichsten Einstiegszeitpunkt in den Basket zunächst einmal über 70.000 € verloren hätte. Rechnet man dazu noch einmal 40% um eine nicht zu optimistische Risikokennzahl zu erhalten dann ist der maximal zu erwartende Verlust für diesen Systembasket mit 100.000 € anzugeben. Würde der Basket mehr als diese Summe verlieren müsste er sofort gestopp werden da er sich nicht mehr so wie in der Vergangenheit verhält.
Dem maximalen Risiko von 10% steht eine jährliche Renditeerwartung von 12% entgegen. Dies ist eine sehr konservative Schätzung dieses Basktes und soll die untere Grenze dessen was mit Handelssystemen erreichbar ist darstellen. Durch Diversifikation in verschiedene Märkte und Systemideen kann ein hochgradig stabiles Ergebnis bei kontrolliertem Risiko erzielt werden.
Somit stellen Handelssysteme einen hervorragenden Bestandteil jedes auf stabile Rendite bedachten Portfolios dar.












